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Gesellschaft für Geschiebekunde

Sektion-Westmecklenburg

Dienstag, 02. Januar 2024, 19:00 Uhr 2023_12_29_Vortrag_GfG-Westmecklenburg_01_2024 Liebe Mitglieder und Freunde der Sektion Westmecklenburg der Gesellschaft für Geschiebekunde e.V., ich hoffe Ihr hattet ein besinnliches Weihnachtsfest und kommt gut ins Jahr 2024. Unser erstes Treffen findet am Dienstag, den 02.01.2024 ab 19:00 Uhr in der Schweriner Schleifmühle statt. Dazu sind alle herzlich eingeladen. Neben der Bestimmung eigener mitgebrachter Funde werde ich kurz den Kalmarsund-Sandstein als Sedimentärgeschiebe das Jahres 2024 und den Rhomben-Porphyr als Kristallines Geschiebe des Jahres 2024 vorstellen. Dazu bitte ich Euch auch eigene Funde mitzubringen. In diesem Sinne hoffe ich auf eine rege Teilnahme. Euer, Dirk Pittermann. Tagungsort: Schleifmühle, Schleifmühlenweg 1 in 19061 Schwerin, Tel. 0385/ 56 27 51

Geschiebe des Jahres 2023

Sedimentärgeschiebe 2023 Sternberger Gestein   Kristallingeschiebe 2023 Brauner Ostseequarzporhyr    Brauner Ostsee-Quarzporphyr Kristallines Geschiebe des Jahres 2023 Text von  Matthias Bräunlich (kristallin.de) Der Braune Ostsee-Quarzporphyr steht am Boden der Ostsee an und wird nur als Geschiebe gefunden. Sein Vorkommen liegt nördlich von Gotland und südlich bzw. südöstlich von Stockholm. Die Erstbeschreibung erfolgte 1894 durch Herman Hedström [2]. Braune Ostsee-Quarzporphyre werden meist nur als kleine Geschiebe gefunden, die selten größer als etwa 20 cm sind. Das Gestein zeichnet sich durch eine braune, braungraue oder rötlichbraune und dichte Grundmasse aus, die viele Feldspäte enthält. Diese sind oft nur wenige Millimeter groß und zeigen unterschiedliche Formen. Eigengestaltige (idiomorphe) Kristalle findet man nur gelegentlich. Die meisten Feldspäte sind mehr oder weniger einheitlich hellbraun bis schwach gelblich, vereinzelt gibt es außerdem noch blass-rötliche Einsprenglinge (Abb. A, D). Enthält der Porphyr neben hellen Feldspäten auch viele rote Einsprenglinge, besteht die Möglichkeit der Verwechselung mit Bottensee-Porphyren. Typisch für den Braunen Ostsee-Quarzporphyr sind viele kleine Vertiefungen in der Oberfläche als Folge der Verwitterung schwarzgrünlicher Minerale. Nach aktuellem Stand ist die löchrige Oberfläche (Abb. C) ein sicheres Erkennungsmerkmal. Bottensee-Porphyre dagegen sind härter und haben eine glatte Oberfläche ohne Vertiefungen. Brauner Ostsee-Quarzporphyr enthält immer Quarz, der an der Oberfläche durch mechanische… Read More »Geschiebe des Jahres 2023

Einladung zur Jahreshauptversammlung 2023

Liebe Mitglieder der Gesellschaft für Geschiebekunde, wir hoffen, diese Einladung zu unserer Jahreshauptversammlung 2023 erreicht Sie bei bester Gesundheit! Wir befinden uns bereits mitten in den Vorbereitungen für unsere Jahrestagung auf Rügen, mit der üblichen Jahreshauptversammlung der GfG. 2022 auf der Tagung in Potsdam wurden Satzungsänderungen beschlossen, von denen wir aus rechtlichen Gründen einige sprachlich präzisieren und nochmal auf der kommenden Versammlung beschließen müssen. Weitere und aktuelle Informationen zu der Mitgliederversammlung und der Jahrestagung finden Sie direkt auf unserer Homepage www.geschiebekunde.de oder Sie werden per E-Mai informiert, wenn Sie sich für den Newsletter der GfG auf unserer Homepage angemeldet haben.   Einladung zur Mitgliederversammlung im Rahmen der 38. Jahrestagung der Gesellschaft für Geschiebekunde e.V. am 22.04.2023 in Sassnitz (Rügen, Mecklenburg-Vorpommern) in das Grundtvighaus e.V. (Seestraße 3, 18546 Sassnitz). Beginn: ca. 17:00 Uhr. Tagesordnung: TOP 1: Eröffnung der Mitgliederversammlung 2023 TOP 2: Genehmigung des Protokolls der 37. Mitgliederversammlung 2022 in Potsdam, abgedruckt in Geschiebekunde aktuell 38 (3): 76-79. TOP 3: Rechenschaftsbericht des Vorstandes TOP 4: Bericht der Kassenprüfer TOP 5: Entlastung des Vorstandes TOP 6: Wahl eines Kassenprüfers TOP 7: Änderung der Satzung   § 6 Mitgliedschaft […] […] Ein Rückstand von mehr als zwei Jahresbeiträgen wird einer Austrittserklärung gleich geachtet.… Read More »Einladung zur Jahreshauptversammlung 2023

Geschiebe des Jahres 2021

Die Geschiebe des Jahres 2021 stehen fest! Es wurden der Bernstein (sedimentäre Geschiebe) und der Larvikit (kristalline Geschiebe) auserwählt.   Larvikit Kristallines Geschiebe des Jahres 2021 Text von Susanne Alt und Bilder von Matthias Bräunlich (kristalline-geschiebe.de und kristallin.de) Der Larvikit ist ein plutonisches Gestein aus Südnorwegen. Die Magma ist also unterhalb der Erdoberfläche erkaltet. Das größte zusammenhängende Larvikitvorkommen im Süden Norwegens befindet sich in der südwestlichen Ecke des Oslograbens. Dieses Larvikit-Vorkommen erstreckt sich zwischen Tønsberg im Osten und dem Langesundfjord als westliche Grenze. Es handelt sich bei dem Vorkommen um mehrere Intrusionen, die sich vor ungefähr 293 bis 297 Millionen Jahren über einen Zeitraum von ca. fünf Millionen Jahren gebildet haben. Wobei die älteste Intrusion im Osten und die späteren Intrusionen im Westen liegen. Ein besonderes Merkmal des Larvikits ist, dass er hauptsächlich (80% bis 95%) aus ternärem Feldspat und nicht aus Plagioklas oder Alkalifeldspat besteht. Er kann auch Quarz oder Nephelin enthalten. Die weiteren dunklen Minerale (Pyroxen, Amphibol, Biotit, Olivin), die im Larvikit vorhanden sein können, sind für die Bestimmung des Gesteins nicht wesentlich. Ein typischer Larvikit weist große Kristalle in einem undeformierten Gefüge auf. Die Farbe ist eher unscheinbar grau. Der graue Larvikit (Bild 1), mit der Handelsbezeichnung “Silver… Read More »Geschiebe des Jahres 2021

Geschiebe des Jahres 2020

Die Geschiebe des Jahres 2020 stehen fest! Auf dem Neujahrstreffen der GfG-Sektion Hamburg wurden der Paradoxissimus-Siltstein (sedimentäre Geschiebe) und der Ostsee-Syenitporphyr (kristalline Geschiebe) auserwählt.   Ostsee-Syenitporphyr Kristallines Geschiebe des Jahres 2020 Text und Bilder von Matthias Bräunlich (kristalline-geschiebe.de und kristallin.de) Ostsee-Syenitporphyre sind unauffällige, graubraune Gesteine. Sie enthalten rötlich-braune Alkalifeldspäte von 1 bis 5 mm Größe sowie kleine Mandeln, deren Kerne grünlich, schwärzlich oder braun gefärbt sind. Gelegentlich findet man auch kleine Achate im Inneren der Mandeln, die als Ganze meist nur wenige Millimeter klein sind. Zusammen mit den rötlich-braunen Alkalifeldspäten sind die Mandeln das entscheidende Erkennungsmerkmal dieser Porphyre. Quarz fehlt oder kommt nur sehr vereinzelt vor – daher auch die Bezeichnung „Syenitporphyr“.Die Grundmasse der Ostsee-Syenitporphyre ist oft fleckig und kann feinkörnige Gesteinsbruchstücke enthalten, was zu einem brekzienartigen Aussehen führt. In sehr seltenen Fällen haben Ostsee-Syenitporphyre eine auffällig blaugrünliche Färbung.Die Erstbeschreibung stammt von Hermann Hedström (1894), der diese Gesteine als Geschiebe auf Gotland fand. Er äußerte schon damals die Vermutung, dass sie am Boden der Ostsee, nördlich von Gotland, anstehen. Deshalb gibt es Ostsee-Syenitporphyre ausschließlich als Geschiebe. Diese Porphyre sind bisher kaum untersucht und so ist auch unbekannt, wie groß ihr Verbreitungsgebiet ist. Deshalb wären Meldungen über Funde hilfreich, insbesondere von der… Read More »Geschiebe des Jahres 2020

Geschiebe des Jahres 2019

Die Geschiebe des Jahres 2019 stehen fest! Auf dem Neujahrstreffen der GfG-Sektion Hamburg wurden der Faxekalk (sedimentäre Geschiebe) und der Åland-Granitporphyr (kristalline Geschiebe) auserwählt. Faxekalk – sedimentäres Geschiebe des Jahres 2019 Text und Bild von Dr. Frank Rudolph Der Faxe-Kalk, klassisch aufgeschlossen im Faxe-Kalkbrud im östlichen Dänemark auf der Insel Seeland, ist ein weißer bis hellgrauer dichter Kalkstein, der durch eine reichhaltige Fauna, bestimmt wird. Auffällig ist er durch die in ihm enthaltenen koloniebildenden und solitären Korallen. Sie weisen den Faxe-Kalk als einen Riff-Kalk aus, der in 100 – 200 m tiefem, kalten Wasser entstanden ist. Heute kennt man derartige Korallenriffe von der Küsten Norwegens und Islands. Im Geschiebe ist der Faxe-Kalk weiß und dicht; er besitzt häufig eine gelbliche Verwitterungsrinde. Nur in einigen Gebieten ist er häufig anzutreffen. Die Besonderheit sind die fast ausschließlich in Steinkern erhaltenen Fossilien. Die wesentlich stärker verfestigte feinkristalline, kalzitische Matrix war gegen Lösungen resistenter als die in ihm enthaltenen Fossilien. Man kennt mehr als 500 Fossil-Arten aus dem Faxe-Kalk: Bryozoen, Korallen, Muscheln, Schnecken, Nautiliden, Brachiopoden, Wurmröhren, Krebse, Seeigel, Seeililienstielglieder, Haizähne und Krokodilzähne.   Åland-Granitporphyr (Ringquarzporphyr) – kristallines Geschiebe des Jahres 2019 Text und Bild von Matthias Bräunlich (kristalline-geschiebe.de und kristallin.de) Ringquarzporphyre sind Gesteine aus dem Granitmassiv von… Read More »Geschiebe des Jahres 2019

Geschiebe des Jahres 2018

Roter Ostsee-Quarzporphyr Kristallines Geschiebe des Jahres 2018 Text und Bilder von Matthias Bräunlich (kristalline-geschiebe.de und kristallin.de)  Die Gesellschaft für Geschiebekunde hat anlässlich ihres Neujahrsempfangs im Januar dieses Jahres im Geomatikum der Universität Hamburg den Påskallavik-Porphyr zum Geschiebe des Jahres 2018 erklärt. Der Begriff „Geschiebe“ gibt dabei schon einen treffenden Hinweis auf die Herkunft dieser Gesteine, stammen sie doch aus skandinavischen Breiten und sind mit den Gletschern der Eiszeiten in die norddeutsche Region „geschoben“ worden. Dieser Porphyr gehört zu den gut erkennbaren und verlässlichen Leitgeschieben aus der nördlichen Ostsee. Er steht für eine „baltische“ Geschiebegemeinschaft, denn sein Herkunftsgebiet liegt in der Ostsee zwischen Åland und Hiiumaa/Saaremaa. Dieses Gestein gibt es nur als Geschiebe, wobei die meisten Stücke kleiner als 15 cm im Durchmesser sind – typisch für Vulkanite. Bild 1: Roter Ostsee-Quarzporphyr, trocken fotografiert. Rechts der Einschluss eines Fremdgesteins (Xenolith). *Kennzeichen: * Der Rote Ostsee-Quarzporphyr fällt bereits durch seine intensive, meist ziegelrote Farbe auf. Ohne Lupe wirkt das Gestein homogen und Details sind kaum erkennbar, wenn man von den fast immer enthaltenen dunklen und feinkörnigen Xenolithen absieht. Sie gehören zu den charakteristischen Merkmalen dieses Porphyrs und sind zwischen wenigen Millimetern und etlichen Zentimetern groß. Diese unregelmäßig geformten Einschlüsse werden als basaltische Bruchstücke interpretiert, die von der aufsteigenden Schmelze mitgerissen wurden.  Bild 2: Roter… Read More »Geschiebe des Jahres 2018

Geschiebe des Jahres 2017

Påskallavik-Porphyr Kristallines Geschiebe des Jahres 2017 Text und Bilder 1-3 von Matthias Bräunlich (kristalline-geschiebe.de und kristallin.de) Bild 4 von Marc Torbohm Die Gesellschaft für Geschiebekunde hat anlässlich ihres Neujahrsempfangs im Januar dieses Jahres im Geomatikum der Universität Hamburg den Påskallavik-Porphyr zum Geschiebe des Jahres 2017 erklärt. Der Begriff „Geschiebe“ gibt dabei schon einen treffenden Hinweis auf die Herkunft dieser Gesteine, stammen sie doch aus skandinavischen Breiten und sind mit den Gletschern der Eiszeiten in die norddeutsche Region „geschoben“ worden. Die Påskallavik-Porphyre bilden eine Gruppe von Gängen im östlichen Småland in Südschweden und gehören genetisch zu den Granitplutonen des Transskandinavischen Magmatitgürtels. Diese Porphyre haben ein Alter von etwa 1,8 Milliarden Jahren. (1) Påskallavik-Porphyre zeigen unterschiedliche Gefüge. In der Geschiebekunde werden aber nur die Varianten als Påskallavik-Porphyr bezeichnet, die viele gerundete Feldspäte von etwa 0,5 bis 1 cm Durchmesser enthalten und von einer braunen bis dunkelbraunen, feinkörnigen Grundmasse umgeben sind. Die rundlichen Einsprenglinge bestehen aus Alkalifeldspat, der meist hell fleischfarben bis beige gefärbt ist. Oft enthält er kleine Flecken von dunklen Mineralen, die makroskopisch nicht bestimmbar sind. Hin und wieder sind die Feldspateinsprenglinge außen von einem dünnen hellen Saum umgeben. Manche der Kristalle sind zerbrochen.  Bild 1: Schnitt durch ein Geschiebe von Påskallavik-Porphyr. Die hellen, gerundeten Einsprenglinge sind Feldspäte, die überwiegend einen hellen Saum tragen. Ganz rechts ist… Read More »Geschiebe des Jahres 2017

Geschiebe des Jahres 2016

Garberg-Granit  Kristallines Geschiebe des Jahres 2016 Text und Bild von Matthias Bräunlich (kristalline-geschiebe.de und kristallin.de) Die Gesellschaft für Geschiebekunde hat anlässlich ihres Neujahrsempfangs im Januar dieses Jahres im Geomatikum der Universität Hamburg den Garberg-Granit zum Geschiebe des Jahres 2016 erklärt. Der Begriff „Geschiebe“ gibt dabei schon einen treffenden Hinweis auf die Herkunft dieser Gesteine, stammen sie doch aus skandinavischen Breiten und sind mit den Gletschern der Eiszeiten in die norddeutsche Region „geschoben“ worden. Bild 1. Garberg-Granit (Geschiebe aus der Kiesgrube Nützen). Garberg-Granit gehört zu den besonders auffälligen Leitgeschieben aus Dalarna in Mittelschweden. Er ist benannt nach der Erhebung „Garberget“, die zwischen Mora und Älvdalen östlich vom Österdalälven liegt. Das Anstehende um den Garberg herum ist eines von mehreren Vorkommen, weitere und größere liegen nördlich und nordöstlich davon. Garberg-Granit ist undeformiert und zeichnet sich durch eine blassrötliche bis rosa-fleischfarbene Tönung aus. Dazu kommt sein meist porphyrisches Gefüge, das an einen Rapakiwi-Granit erinnert. Garberg-Granit enthält rötliche Alkalifeldspat-Einsprenglinge, die teilweise einen Saum aus hellem Plagioklas tragen. Im Gegensatz zu den Rapakiwis sind hier die Einsprenglinge aber überwiegend kantig-rechteckig. Weitere Erkennungsmerkmale sind zwei Generationen von Quarz. Man findet gerundete und zerfressen aussehende Quarze, die mehrere Millimeter groß sein können (Qz1) und dazu viele winzig kleine Quarze in der Grundmasse (Qz2). Bild 2: Gefüge des Garberg-Granits – Probe vom Garberg in… Read More »Geschiebe des Jahres 2016

Boulder of the year 2015

Anfang des Jahres wurde der kambrische Stinkkalk (schwed. Orsten) zum Sedimentärgeschiebe des Jahres 2015 ernannt. Die kambrischen Stinkkalke Schwedens, die im gesamten norddeutschen Vereisungsgebiet zu finden sind (und das nicht mal so selten), stellen ein außergewöhnliches und wenn auch auf den 2. Blick leicht erkennbares Gestein dar. Farblich variieren sie von einem hellen grau bis hin zu tiefschwarz und stechen dadurch eher weniger aus dem Geschiebeinventar heraus. Bei einem ersten Anschlagen mit dem Hammer verströmen sie aber einen deutlichen Geruch nach Bitumen, was ihnen auch ihren Namen eingebracht hat. Es soll Sammler geben, die diese Gesteine nur aufschlagen, um sich für ein paar Sekunden an dem Duft zu “berauschen”. Die enthaltenen Fossilien, sind spektakulär, wenn auch oft ebenfalls erst auf den 2. Blick. Der Orsten zählt zu den sogenannten Konservatfossillagerstätten, in ihm hat sich eine reiche Kleinfauna (vorwiegend Arthropoden) aus dem Mittel- und Oberkambrium oft hervorragend erhalten, mitunter sogar in einer detaillierten Weichteilerhaltung. Johannes Kalbe

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