{"id":1110,"date":"2017-01-13T21:39:06","date_gmt":"2016-06-02T15:45:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.geschiebekunde.de\/?p=1110"},"modified":"2017-02-25T01:58:31","modified_gmt":"2017-02-25T00:58:31","slug":"09-jahrestagung-1993-moelln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.geschiebekunde.de\/nl\/09-jahrestagung-1993-moelln\/","title":{"rendered":"09. Jahrestagung &#8211; 1993 &#8211; M\u00f6lln"},"content":{"rendered":"<h2>Eindr\u00fccke von der 9.Jahrestagung in M\u00f6lln<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"><code>Rita FRANKE<\/code><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein Rucksack f\u00fcr die 9. Jahrestagung in M\u00f6lln ist gepackt. Vergessen habe ich nichts, denn gleich nach der letzten Tagung auf Usedom habe ich mir eine Liste angelegt, auf der ich die Sachen vermerkt habe, die man f\u00fcr so eine Unternehmung braucht. Meine Angeh\u00f6rigen sehen all1 diesen Dingen, die auf der Liste abgehakt werden, sobald sie in dem Rucksack verstaut sind, mit einem leicht ironischen Unverst\u00e4ndnis hinterher. Aber die sammeln ja auch kein Geschiebe, &#8211; mit Hammer, Lupe usw.<br \/>\nBesagter Rucksack geh\u00f6rt dem Mitglied Nummer 521. Daran kann man schon sehen, da\u00df ich noch ein sehr junges Mitglied bin, wenn auch nicht an Jahren, denn mein Rentenalter hat schon begonnen. Auf der Hinfahrt am Freitagmittag entdecke ich auf dem Weg zum Bergedorfer ZOB Frau Hertel und Frau Stahmer. Die beiden langj\u00e4hrigen Mitglieder k\u00f6nnen so interessant Uber vergangene Sammlererlebnisse erz\u00e4hlen. Ich freue mich! Auch sp\u00e4ter in M\u00f6lln: Hochzeitskutsche am Freitag, bunter Wochenmarkt am Samstag, Andacht und Staunen in der Nikolaikirche, sch\u00f6ne Fachwerkgiebel mit alten Balkeninschriften und historischen Hinweisschildern.<br \/>\nWir wollen uns in den Stadthauptmannshof begeben, hinter dessen geschichts-tr\u00e4chtigen Mauern unsere Tagung stattfindet. Hier hat auch die GfG-Sektion Lauenburg-Stormarn Geschiebe aus gleichnamigem Raum zusammengestellt. Die Ausstellung findet gro\u00dfe Beachtung.<br \/>\nAuch der B\u00fccherstand von Herrn Berger, Antiquariat f\u00fcr &#8211; Geowissenschaften -sowie die Ecke mit Herrn Rudolphs Heften und B\u00fcchern ist dicht umlagert.<br \/>\nAm Abend gehen wir mit Herrn Lierl auf &#8220;Gold und Edelsteinsuche&#8221; in Norddeutschland. Es ist wirklich, als w\u00e4ren wir dabei, so mitrei\u00dfend ist sein launiger Vortrag zu phantastischen Dias.<br \/>\nBei einem Vortrag werden wir aus dem tiefen Pal\u00e4ozoikum pl\u00f6tzlich durch einen bunten Till Eulenspiegel in das Mittelalter versetzt. Nun m\u00fcssen die Panzerw\u00fcrmer ein wenig warten. Die Vortragende, Frau Dr. I. Hinz-Schallreuter, freut sich aber auch \u00fcber die originelle Einlage.<br \/>\nIn den Pausen werden wir von Ingrid Br\u00fcgmann, Dorte G\u00e4rtner, Lizzi Kaufmann, Karen Keuche! und Gunde Gregorzewski wohltuend mit Geb\u00e4ck und Kaffee verw\u00f6hnt.<br \/>\nBei der Mitgliederversammlung bewundere ich die gute, sachliche Vortrags-kunst von Herrn F.-N. Wissing. Trotz verschiedener Ansichten zu einigen Punkten der Tagesordnung werden dieselben z\u00fcgig abgestimmt. Ich empfinde es wesentlich lockerer, als im vergangenen Jahr, wo sich einzelne Punkte verbis-sen in die L\u00e4nge zogen.<br \/>\nWenn etwas Wahres an einem gewissen Sprichwort ist, m\u00fcssen Herrn Lienau, der nicht anwesend ist, ganz sch\u00f6n die Ohren klingeln, denn sein gro\u00dfer Einsatz f\u00fcr die GfG Ist nicht vergessen.<br \/>\nNach dem netten, geselligen Beisammensein kann man sich mit dem Exkursionsf\u00fchrer von Herrn Lierl schon auf den n\u00e4chsten Tag einstellen. Herr Lierl zeigt uns am Sonntag die Auswirkungen der Eiszeit in seiner lauenburgischen Heimat. Die Jahreszeit k\u00f6nnte hierf\u00fcr gar nicht sch\u00f6ner sein. Wir freuen uns hinter den Busfenstern \u00fcber das erste knospende Gr\u00fcn in den Buchenw\u00e4ldern, deren Boden teilweise von dichten Buschwindr\u00f6schenteppichen bedeckt ist.<br \/>\nAn 9 Haltepunkten gibt es Geologie vor Ort, direkt zum Anfassen, wie zum Beispiel der gr\u00f6\u00dfte Findling des Kreises Lauenburg. Sein Granitbuckel weist ein radiometrisches Alter von 1,95 Milliarden Jahren auf. Seine Narben, die Gletscherschrammen, sind aber erst ca. 100 000 Jahre jung. Am Segrahner Berg denken wir mit Schaudern an die nahe ehemalige Grenze zur DDR. Endlich kann jetzt das Sternberger und das Holsteiner Gestein problemlos zusammengef\u00fchrt werden. Am Nachmittag l\u00e4\u00dft der beginnende Regen die Steine plastischer und bunter werden. So etwas kann man ja auch positiv sehen, aber nur, solange der Gro\u00df Pampauer Regenmatsch die Knochen nicht zum Klappern bringt. An die Heimfahrt in einem zugigen, \u00f6ffentlichen Bus mag ich noch gar nicht so gerne denken. Mu\u00df ich auch nicht! Frau G\u00e4rtner verstaut mein Gep\u00e4ck in ihren PKW. Wir fahren gemeinsam mit ihrer lieben Mutter, Frau Ram, gen Hamburg. Ich frage: &#8220;Sind Sie ein wenig m\u00fcde, Frau Ram?&#8221;. Ist sie nicht. Sie hat nur bei Stop 1 empfunden, da\u00df der &#8220;Grundlose Kolk&#8221; ein wenig h\u00fcgelig war. Wer es nicht wei\u00df, Frau Ram ist 91 Jahre alt. Ich hoffe, sie ist beim n\u00e4chsten Mal wieder mit dabei, sowie m\u00f6glichst viele Sammler aus allen Sektionen.<br \/>\nNun m\u00f6chte ich ein ganz herzliches Dankesch\u00f6n den GfG Mitgliedern sagen, die mir als Neuling so sehr geholfen haben, &#8211; angefangen von der netten Werbung, \u00fcber das geduldige Bestimmen, bis hin zu den stein reichen Geschenken. In diesen Dank m\u00f6chte ich auch alle die Mitglieder einschlie\u00dfen, die mit ihren ehrenamtlichen T\u00e4tigkeiten das Bestehen unserer Gesellschaft \u00dcberhaupt erst m\u00f6glich machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beitrag von <code>Rita Franke<\/code><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eindr\u00fccke von der 9.Jahrestagung in M\u00f6lln Rita FRANKE Mein Rucksack f\u00fcr die 9. Jahrestagung in M\u00f6lln ist gepackt. 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