Sedimentärgeschiebe 2026Backsteinkalk |
Kristallingeschiebe 2026Lemland-Granit |
Lemland-Granit
Kristallines Geschiebe des Jahres 2026
Das Vorkommen des Lemland-Granits liegt im Süden der Ålandinseln, westlich der Insel Lemland. Dort steht das Gestein überwiegend unter Wasser an, ist aber auf kleinen Inseln zugänglich. Das Granitmassiv misst etwa 13 x 9 Kilometer.
Große Teile des Granits sind grob porphyrisch und enthalten hellbraune Alkalifeldspäte mit 1-3 cm Größe, in Einzelfällen auch mehr. Sie sind umgeben von braunrotem Plagioklas und grauem Quarz.
Die dunkelbraunen Plagioklase neben den hellen, länglich-rechteckigen Alkalifeldspäten sind typisch für diesen Granit. Wenn auch die Form der Quarze beachtet wird, ist der porphyrische Lemland-Granit ein leicht zu bestimmendes und verlässliches Leitgeschiebe für das südliche Åland.
Viele der länglich-rechteckigen Alkalifeldspäte sehen wegen der perthitischen Entmischung fleckig aus und sind gleichzeitig längs geteilte Karlsbader Zwillinge.
Da es auch andere Granite mit braunem Plagioklas gibt, muss die Form der Quarze beachtet werden. Im Lemland-Granit ist Quarz immer Zwickelmineral, steckt also ohne spezielle Form zwischen den Feldspäten.
Geschiebe erkennen
Ein als Lemland-Granit bestimmter Fund muss folgende Eigenschaften besitzen:
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Viele hellbraune oder blass rötliche, länglich-rechteckige Alkalifeldspäte, die meist 1-3 cm groß sind. Einzelne Kristalle können größer und manchmal auch rundlich sein.
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Der Alkalifeldspat ist oft perthitisch entmischt und fleckig. Viele der länglichen Feldspäte sind Karlsbader Zwillinge.
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Der zweite Feldspat ist braunroter oder brauner Plagioklas, dessen Kristalle dunkler und kleiner sind als die Alkalifeldspäte. Die für Plagioklas typischen Zwillinge sind nur selten erkennbar. Im Gelände erkennt man den Alkalifeldspat an seinen perthitischen Entmischungen und an den Karlsbader Zwillingen. Plagioklas ergibt sich dann als zweiter Feldspat.
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Quarz ist immer Zwickelmineral und sitzt in den Lücken zwischen den Feldspäten.
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Dunkle Minerale machen nur einen sehr kleinen Teil des Gesteins aus.
Bild 1: Lemland-Granit, anstehend auf der Insel Nåtö, Åland (Sammlung Bräunlich, Hamburg)
Bild 2: Lemland-Granit, Geschiebe von Rügen (Sammlung Figaj, Sprötze)
Zur ausführlichen Beschreibung des Lemland-Granits auf kristallin.de.